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Glossar der Kulturlandschaftselemente

Das Glossar erläutert in Wort und Bild die Funktionen und Merkmale ausgewählter Kulturlandschaftselemente. Derzeit umfasst die laufend ergänzte Sammlung 155 Einträge. Bitte verwenden Sie die Volltextsuche, falls sich der gesuchte Begriff nicht in der Liste befindet.

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Einträge 1 bis 4 von 4

R:
Radialhufenflur
Reihendorf
Richtstätte
Rundweiler
 
Reihendorf

Definition


Lineare, talorientierte Dorfform, zumeist entlang eines Fließgewässers und/oder einer Erschließungsstraße als Leitlinie

Kennzeichen


  • Gehöfte sind entlang der Leitlinie in einem Abstand, nämlich dem der Schmalseite der zugehörigen Hufe, aufgereiht, dadurch lockere Reihung, kein Baublock (im Unterschied zu Straßen- und Gassendörfern), werden durch Stichwege einzeln erschlossen
  • Zwischen den einzelnen Höfen liegt Gartenland in der Hufenbreite des einzelnen Hofes, der Hofabstand beträgt meist > 40 m
  • Die schmalen und lang gestreckten Hufen sind teilweise noch durch abgrenzende Hecken, Lesesteinwälle o.ä. erkennbar
  • Durch den großen Hofabstand bedingt große Längserstreckung der Siedlung (z.T. mehrere Kilometer)
  • Waldhufendörfer können einreihig (Initialform) oder doppelreihig (Hochform) angelegt sein, bei doppelreihiger Anlage zumeist hochwasserfreie Unterhang-/Terrassenlage der Gehöfte, mittig gelegene Bachaue (meist grünlandgenutzt)

Bilder/Karten


Grundriss eines Reihendorfes
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Reihendörfer, Fachhochschule Erfurt, Kulturlandschaft Thüringen, Bd. 2, Teil 2 (2009)
 



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